Euer Baby soll sich bei uns sicher fühlen, und seine Entwicklungsschritte in seinem Tempo machen können - dazu gehört auch das freiwillige Tauchen.
Aus diesem Grund führen wir die Babys langsam und behutsam an dieses Thema heran. Mit Übungen zum Einatmen und auch zum bewussten Ausatmen unter Wasser beginnen wir in unseren Kursen, die Babys auf das Tauchen vorzubereiten. 🐬 Klar kann das Gesicht des Babys beim "Sprung" vom Beckenrand einmal nass werden oder auch leicht untertauchen. Es gibt auch Babys, die freiwillig ihr Gesicht ins Wasser tauchen, ohne sich dabei zu verschlucken und dies ist alles in Ordnung.
Solange das Baby über dem Wasser ist, können seine Eltern sehen, ob es ihm Spass macht oder nicht und darauf reagieren. Das Untertauchen ist fremdbestimmt und deshalb aus unserer Sicht heikel. Was soll der Nutzen davon sein? 🤔 Auch wenn Babys in einem Babyschwimmkurs untergetaucht werden, besteht keine Sicherheit vor dem Ertrinken. Grundsätzlich muss im Wasser immer auf die Kinder aufgepasst werden, bis sie sicher schwimmen können.
Es gibt Kinder die, obwohl sie jahrelang mehrmals in der Woche im Schwimmbad sind, nie freiwillig tauchen. Plötzlich sind sie dann aber bereit, selbst zu tauchen und haben sogar Freude daran. Wie kommt das? Die Voraussetzung dafür ist Selbstvertrauen, Sicherheit und der Mut, sich zu überwinden. 💕 Dieser Prozess kann Jahre dauern und ist je nach Kind sehr unterschiedlich. Indem das Baby zum Tauchen gezwungen wird oder manchmal auch nur, wenn es aus Versehen untertaucht und sofort wieder hochgehoben wird, kann dieser Reifungsprozess unterbrochen oder verzögert werden.
Grundsätzlich vertreten wir die Philosophie des Schweizerischen Dachverbands "swimsports". Dazu hier ein paar Auszüge aus deren Publikation:
swimsports befasst sich seit Jahren mit der Thematik des fremdbestimmten Untertauchens (das Baby unter Wasser ziehen/drücken oder einfach loslassen). Es existieren keine Belege dafür, dass das Kind schneller schwimmen lernt oder einen anderen positiven Nutzen davon hat, wenn es als Baby getaucht wird. Im Gegensatz dazu stehen diverse Belege für gesundheitliche Gefahren und mögliche langfristige Schäden. Wir stehen ein für das selbstbestimmte Tauchen lernen durch das Kind zum selbst gewählten Zeitpunkt.
Das kindgerechte und sichere Schwimmenlernen setzt nach heutigen Kenntnissen die Selbstbestimmung des Kindes, sowie eine gewisse motorische, kognitive und soziale Entwicklung voraus.
Eine positive Wasservertrautheit erreichen wir, indem das Kind gemeinsam mit einer Bezugsperson mit viel Geduld, Zuwendung und Vorzeigen-Nachmachen das Wasser und die Bewegungsmuster im Wasser selbständig erfahren und lernen darf.
Wasser zieht die meisten Kinder magisch an. Deshalb gibt es für uns nur eine richtige Massnahme: Das Kind für dieses Element zu sensibilisieren und vor den davon ausgehenden Gefahren zu schützen. Eltern sollen ihren Kindern altersgerecht immer wieder erklären, dass sie zum Baden eine erwachsene Aufsichtsperson benötigen.
Weiterführende Lektüre zu diesem Thema: Merkblatt der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft
Fazit: Wasser ist und bleibt ein gefährliches Element und es ist sehr wichtig, unsere Babys mit viel Einfühlungsvermögen, Liebe und Vertrauen an dieses Element heranzuführen und ihm die Gefahren aufzuzeigen.